Frühlings-Tag&Nachtgleiche: Ostara 2019

Ostara ist ein Sonnenfest. Es ist das Fest der (Frühlings-)Tag&Nachtgleiche. Ich habe Ostara am 21.03.2019 gefeiert.

Sonnenfeste sind für mich im Gegensatz zu Mondfesten immer am Übergang von einer zu der nächsten Qualität/Energie. Die eine Qualität endet und die andere beginnt. Sie sind für mich am Überlappungspunkt zweier Qualitäten/Energien. Und haben für mich daher transformierenden Charakter. Hier kommt es meines Erachtens immer zu einer Transformation. Transformierend auch als ein Zustand wird zu etwas Anderem/Neuen. m Frühling wird aus der Qualität des Winters die des Frühlings. Sonnenfeste stehen immer zu Beginn bzw. am Ende einer Phase/Zeitspanne/eines Zeitraums. Sie zeigen einen Anfang ab da an eine bestimmte Energie/Qualität zunimmt. Bei Tag und Nachtgleichen geht es auch um den Ausgleich der verschiedenen Energien/Qualitäten. Sonnenfeste haben auch mit Bewusstsein und Bewusstheit zu tun. Während Mondfeste für mich das Unbewusste und Unterbewusste darstellen. Ebenen, die uns nur ins Bewusstsein kommen wenn sie von uns bewusst gemacht werden – so wie die Sonne den Mond anstrahlen muss damit er für uns sichtbar wird.

Zu Ostara geht es um das Anfangen, die Tat und Handlung. Um Entscheidungen. Hier zählt das “Ich will”. Mit diesem Chant habe ich auch mein Ritual versehen. Du setzt erste Schritte und beginnst Vorhaben, Unternehmungen, Veränderungen. Du handelst konkret im Jetzt und Hier. Du setzt erste Schritte hin zu deinen Zielen. Das heißt auch du reinigst dich, kommst in Bewegung und entschlackst, befreist dich von allem Festgefahrenem, Hindernden und Begrenzendem. Du scheidest alles aus was verbraucht ist und ersetzt es durch Neues. Im Frühling sprießt die Kraft über, die Energie ist überfließend, übersprudelnd, aktiv und in Bewegung. Alles wird aufgebaut, gestärkt und gekräftigt. Es gilt die jeweils ersten Gedanken wahr und wichtig zu nehmen und anzugehen. Es werden bewusste Ziele gesetzt und angestrebt. Es wird real erlebt und durchlebt. Es gilt Spontan zu handeln und zu erleben. Im Jetzt und Hier zu sein. Neu anzufangen. Neues zu tun. Konkrete Handlungen zu setzen. Es gilt der eigenen Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen mit seinen Taten. Das eigene Selbst zu erfahren und auszuleben. Jetzt ist eine Zeit der Durchsetzung und Selbstbehauptung. Eine kämpferische, aktive Zeit wo man Selbstbewusstsein entwickelt und erlangt. Die Ideen werden jetzt realisiert, umgesetzt und verwirklicht. Jetzt kommen die Taten zu unseren geistigen Ideen und Plänen. Jetzt entstehen reale Veränderungen. Die Saat wird gesät. Alles zeigt sich und sprießt, wächst und gedeiht. Es geht um Impulsivität, Initiationen, Impulse, Intuitionen und um Arbeit, Tatendrang und Durchsetzungskraft. Es geht um Willensstärke, Mut und Entschlossenheit. Es geht um Entschiedenheit, Spontanität und um Tätigkeit. Das Handeln und tun steht im Vordergrund. Es ist eine Zeit der Tat. Jetzt wird das Feuer der Begeisterung geschürt, das Feuer der Kreativität, der Aktivität. Der Frühling zeigt seine absolute offene Ehrlichkeit. Es geht um Aufrichtigkeit und Authentizität. Das eigene Selbst behauptet sich und wird sich seiner Selbst bewusst. Jetzt pflanzt man bewusst und aktiv den Samen, dessen was wachsen soll und man verpflichtet sich diesen Samen zu hegen und zu pflegen und aktiv mitzuwirken, dass er gedeiht und aufblüht. Im Frühling geht es also schon um das erste Übernehmen von Verantwortung. Eigenverantwortung für das eigene Selbst und den eigenen Willen und die eigenen Handlungen. Es heißt: “Sei spontan, mutig, direkt und vollkommen ehrlich. Sei ganz du selbst. Zeige Initiative und Durchsetzungskraft. Setze dir Ziele und strebe mit vollem Tatendrang nach ihnen. Schmiedet euch euer Glück selbst. Nehmt euer Leben jetzt in Angriff und stellt euch euren Herausforderungen.” Jetzt wird es Zeit hinaus zu gehen, sich in der freien Natur zu bewegen und die Sonne zu genießen.

Die Tarotkarte “Der Narr”, der mutig und naiv seiner Wege zieht, ins Unbekannte hinein. Zusammen mit dem “Ass der Stäbe” (der Willensstärke).

Zeit ist ja relativ und in einem Ritual kann man zu jeder Zeit an jedem Ort sein. Man muss nur daran glauben. Davon überzeugt sein.

Im Ritual standen wir alle im Kreis und in der Mitte des Kreises hatten wir platz alles zu säen was wir pflanzen wollten. Ich habe mich selbst gepflanzt mein Selbst und ich habe mir selbst Fürsorge versprochen. Ich versprach mir selbst weiters Unterstützung und Förderung durch Wertschätzung und Liebe. Mir geht es also darum in diesem Jahr mich selbst aufzubauen, zu stärken und zu entfalten. Mir geht es um Selbstverwirklichung und um Selbstliebe.

Ich hatte Palmkätzchen als Dekoration. Und hätte gerne statt normalen Ostereiern – Überraschungseier gehabt. Überraschungseier, wo man die Schale essen kann und drinnen was liebes findet. Eben eine Überraschung. Für das kleine Kind in uns. Das jetzt zum Spielen raus kommt. Und voller Tatendrang an die spielerische Arbeit geht.

Aber ja die Jugend geht an die Arbeit. Das Kind ist doch eher Imbolc. Obwohl es noch so ein Übergang ist zwischen Imbolc und Ostara und Beltaine. Da entwickelt man sich eigentlich zu einem Erwachsenen. Ostara entspricht also irgendwie der ersten Initiation (wo du zwar kein Kind mehr bist aber auch nicht Erwachsen). Beltaine und Litha der zweiten Initiation (wo du erwachsen bist). Und Yule und Imbolc sind dann wohl die Aufnahme (Baby und Kindstatus) in einen spirituellen Weg. Ja so in die Richtung (bei den Christen entspricht das Wohl der Taufe). Und Lammas und Mabon sind dann die spirituelle Reife. Samhain ist das Alter und die Erfahrung, die Weisheit und die graue Alte, der Übergang zur Rentenarbeit sozusagen. Und danach kommt der Tod also braucht man da wohl keine weiteren. So gefällt es mir eigentlich für meinen spirituellen Kreis.

Das ist also Ostara als Übergangsritual zu verstehen als Übergang von einem Zustand der Unschuld zu einem Zustand der Vorbereitung und des Lernens, ein langsames Heranreifen sozusagen. So ich weiß schon also die Pubertät. Das ist ein heikles Alter und gar nicht so angenehm.

Wir schaffen Ausgleich. Wir machen den Frühjahresputz. Frühjahresputz heißt aufräumen, Ordnung schaffen, ausmisten, reinigen. Und mit Zielen und Plänen zur Tat schreiten. Erste Versuche wagen. Erste Schritte tun. Wir machen, wir handeln wir unternehmen Dinge. Wir bewegen uns und bewegen die Welt. Heranreifen von einem Kind zu einem Jugendlichen. Langsames stetes übernehmen von mehr und mehr Eigenverantwortung und Selbstständigkeit.

Es ist die Bewusstwerdung nach Außen. Das nach Außen sichtbare. Das in Erscheinung tretende Leben. Handlungen und Tat und Arbeit und Bewegung und körperliches Tun und Tätigwerden. Handlungen setzen. Es ist ein real zeigendes Phänomen. Mars in seiner Reinform. Handlungen und Tat und Wille. Das Feuer der Begeisterung. Der Überschwang und die pure Energie, die alles bewegt und lebendig macht. Ein wildes Treiben und Bewegen und Farbe und Wärme.

Frühling sind auch die Frühlingsgefühle, Leidenschaft, Verliebtheit, dieses vor Kraft und Energie strotzende. Man kann zur Tat schreiten, man handelt, man Entscheidet, man entschließt sich. Tiwaz würde ich sagen, diese Rune gehört hier her. Tiwaz, das zielgerichtete Tun. Man setzt die ersten Schritte. Man schenkt seinen Ideen jetzt die Handlungen, man gebiert die Ideen in die Reale Welt hinaus. Jetzt gilt es Dinge umzusetzen und zu verwirklichen. Es gilt Dinge zu manifestieren und materialisieren, herzustellen und zu erschaffen. Die Idee wird zur Wirklichkeit umgesetzt. Etwas wird wirklich neu geschaffen. Und existiert von da an. Der Hase als Vorbild von Fruchtbarkeit, weil er so viele Kinder in die Welt setzt. Es wird Zeit auch unsere geistigen Kinder in die Welt zu setzen, sie zu gestalten, sie auszuformen und ihnen Form und Materie zu geben. Echte Gestalt zu verleihen. Sie real zu manifestieren und materialisieren. Etwas real zu gestalten. Erste Handlungen zu setzen.

Die ersten 7 Jahre ist der Mensch ein kleines Kind, noch gut beschützt und behütet von den Eltern oder Erziehungsberechtigten, die die Verantwortung für das Kind tragen. Dann kommt der erste Übergang, die nächsten 7 Jahre übernimmt das Kind nach und nach mehr Verantwortung ist aber noch immer beschützt, behütet und angeleitet von den Erziehungsberechtigten, die einen großen Teil der Verantwortung für das große Kind tragen (die Verantwortung nimmt zunehmenden Alters ab). Dann kommt ein weiterer 7 Jahresrhythmus (die Pubertät) und nach diesem ist der Mensch ein selbstständiger, erwachsener, eigenverantwortlicher Mensch (also ab dem 21 Lebensjahr).

Man kann natürlich auch sehen, dass der Kindheitsstatus zu Ostara das erste Mal abgelegt wird und ab da dann das heranreifen und langsame Selbstständig-werden beginnt. Es eignet sich somit symbolisch für Initiationen und Feste, die ein solches Bewusstwerden in Bewegung setzen wollen.

Ja und die Jugend war zu Gast bei meinem Ritual mit all den herrlichen Gefühlen auch von Unsicherheit und Schüchternheit und Selbstzweifel und Dazugehören wollen, als cool angesehen werden wollen. Aber auch Übermut und Energiegeladenheit. Alles bewegt sich. Schritt um Schritt. Es wirkt und wirkt hinfort. So ist es und so wird es sein.

Dann wurde auch noch gemeinsam gekocht. Das gemeinsame Kochen und machen war genial und hat auch voll zum Fest dazu gehört und gepasst. Man tut etwas wie zum Beispiel eben kochen, arbeiten, schneiden. Ich habe grünen und weißen Spargel in kleine Stücke geschnitten in einer Pfanne angebraten, mit Zwiebeln, Bärlauch, Pinienkernen, Koriander, Muskatnuss, Paprikapulver etwas Chili, Salz, Speck und Bärlauchschinken. Dazu kamen dann die Dinkelnudeln (Hörnchen und Fleckerl gemischt) und dann am Schluss gewürfelte Apfelstücke in Zitronensaft. Es war wirklich sehr lecker und ausreichend an essen. Wir haben zu dritt geschält, geschnitten, gerührt, gekocht, Töpfe bewegt, sauber gemacht, hergerichtet und serviert.

Im Ritual davor haben wir gesät und gepflanzt was kommen soll und wir uns für uns selbst wünschen und anstreben. Mein eigenes Selbst soll mir mehr bewusst werden, Selbstständigkeit, Unabhängigkeit, Gesundheit und Vitalität, Erfolg und Zuversicht, Hilfe und Unterstützung, Wertschätzung, Respekt und Liebe. Wunderbare Samen, deren gedeihen wir durch aufmerksame pflege und Fürsorge gewährleisten wollen. Wir werden sie weiter hegen und pflegen.

Ich sehe die Dinge gerne mit einer rosaroten Brille und ich sehe sie gerne mit Regenbögen und Zuckerwatte. Ich glaube das kann nicht schaden, zumindest mir nicht, wenn ich alles etwas leichter nehme. Das Leben ist schön.Es fängt jetzt wieder viel zum Fließen an. Es verändert sich viel auch in mir und mit mir und in meinen Energien. Da arbeitet so einiges in mir und mir mir und durch mich. Und es wirkt und verändert sich und ich bin ganz begeistert davon. Ich bring mich wieder in Bewegung und genau dorthin wo ich hingehöre, indem ich mich selbst wichtig nehme und wertschätze und mich selbst pflege und hege und verwirkliche. Und ganz ich selbst bin, authentisch, aufrichtig, ich. So kann ich anderen auch viel mehr geben und lebe einfach genau das wozu ich hier bin. Das verändert die Energien, die wir bewegen. Die Energien, die uns bewegen. Wir schaffen kreativ. Wir erschaffen kreativ. Und wir gestalten kreativ in den Ritualen und das liebe ich, das lebe ich, das bin ich. Genau darin gehe ich auf, das mache ich gerne und das ist die Magie des Lebens. Und ich will wirksame, heilsame Rituale machen. Rituale die unterstützen, fördern und ermutigen, bestärken, anerkennen und wertschätzen, Rituale die geben und nehmen, die Teilhaben und Mitschwingen mit dem Ganzen, mit dem Universum, mit Euch Göttin und Gott. Rituale, die etwas beitragen und die Seelen berühren, sie zum Strahlen bringen und inspirieren. Die kreativ hervorlocken was wir wirklich leben wollen und es verwirklichen. Ja die Wirklichkeit schaffen, eine Wirklichkeit in der wir alle mit Freude leben wollen. Rituale die Selbsterkenntnis und Selbstbewusstsein fördern und wo man euch nahe sein kann und sich ganz als Teil von allem begreift.

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Imbolc 2019

Im ersten Viertel dieses Jahres war ich mit vielen Veränderungen beschäftigt und kam daher kaum dazu hier auf der Homepage meine Gedanken und Erlebnisse mitzuteilen. Ich habe nun wieder mehr Zeit und Raum und will mich auch wieder vermehrt hier zeigen. Ich werde nach und nach auch die vergangenen Feste und meine Gedanken dazu nachholen. Angefangen bei Imbolc 2019, welches ich am 4. Februar gefeuert habe.

Imbolc 2019 am 4.02.2019

Also ich feiere Imbolc immer zu einem Neumond. Warum? Es fühlt sich für mich richtig an. So rein intuitiv und assoziativ ist Imbolc für mich im Winter und steht auch für diese Zeitspanne. Mondfeste sind für mich zudem mitten im Fluss einer Engergie/Qualität – bei Imbolc wäre es die Qualität des Winters, des Ausruhens, des im Mutterbauch-geborgen-Seins, des Schlafens, der Ruhe und der Kälte also auch der Beschränkung auf das Wesentliche, Runen wären hier für mich Isa und Inguz.

Mondfeste sind für mich mitten innerhalb einer Qualität. So als Höhepunkt, wobei sich die Qualität langsam aufbaut und dann wieder abnimmt, wie der Mond selbst. Oder auch eine Wellenbewegung, wenn ich jetzt schon frei assoziiere, mit inneren Bildern spiele.

Jahreskreisfeste haben für mich mit den unterschiedlichen Qualitäten/Energien der jeweiligen Jahreszeit zu tun – es geht dabei um einen Zeitraum und um eine Qualität/Energie, der ich mir bewusst werde/bin und mit der ich arbeiten will. Es ist ein sich einstimmen in einen gewissen Rhythmus, Lebenszyklus. Imbolc ist eines der Ahnenfeste sowie Samhain und Yule. Der Kontakt zu den Ahnen ist jetzt auch leicht da wir zu Imbolc im Bauch der Mutter sind (so bildlich, symbolisch gesprochen). Jetzt ist noch alles offen, wir können uns überlegen was wir schaffen und erschaffen wollen, wir können kreativ ausprobieren und sind sicher und geborgen in ihrem Bauch. Hier im Bauch sind wir versorgt und geborgen, sicher und beschützt. Es ruht noch alles sicher und geborgen in ihrem Bauch und plant was mal werden soll. Dabei kann der Geist alles ausprobieren jede Idee, jeden Gedanken einfach mal ausprobieren. Das ist dann Fasching, man kann einfach verrückt sein, chaotisch sein. Hier ist der Spielplatz um sich zu erforschen und sich Klarheit zu verschaffen, was man will und was man dafür tun muss. Hier entsteht der Plan aus ganz absurden Ideen und Möglichkeiten. Hier erschafft man die Möglichkeiten, die sein könnten. Das ist Fasching. Ja wir tanzen. Sind verspielt. Sind verkleidet. Spielen und sind leichtfüßig und unbedarft. Hier darf alles sein und alles hat seinen Platz. Und die Ahnen feiern mit. Sie unterstützen uns in unserer Freiheit und schenken uns vertrauen in den Fluss des Lebens. Wir definieren oder beginnen zu definieren was wir ins Dasein rufen wollen und beginnen bei einer Idee und bei Spaß, bei Chaos und bei Fröhlichkeit und beim Teilen. Und schauen was daraus wird. Ja es geht um Spaß und Humor und Freude. Pure Lebensfreude. Es geht um das tanzen und das planen, das ordnen und sich bewusst werden.

Ich will fließen, lebendig sein und vertrauen haben. Es geht auch darum zu Imbolc, wieder in den Fluss zu kommen. Das erstarrte wird langsam wieder fließend. Ich will mich fallen lassen und springen und wissen das Netz wird mich auffangen. Ich will dem Universum vertrauen, das auf mich schaut und mich unterstützt und fördert in jeglicher erdenklichen Weise. Ich fühle das es eine Lösung nein sogar Millionen Lösungen gibt. Millionen Möglichkeiten etwas zu tun.Imbolc ermöglicht den Zugang zu neuen Ideen, Möglichkeiten und Weltsichten. Imbolc birgt das Neue, Unbekannte, Mögliche. Dieses Fest ist das Fest des Vertrauens und des Geborgen-seins. Imbolc ist das Fest der Inspiration. Es ist inspirierend und lässt die Inspiration fließen. Es schenkt uns Zugang zur unendlichen, unerschöpflichen Quelle des Seins, der Kreativität, der Schöpfungskraft. Imbolc hat mit dem Kessel dieser Quelle zu tun, mit der unendlichen, unerschöpflichen Energiequelle, die sich stets erneuert und selbst reinigt. Im Winter herrscht das Eis und der Schnee. Im Winter gilt es sich zurückzuziehen. Sich vorzubereiten. Imbolc ist ein Fest der Vorbereitung dessen was kommen soll. Ein Fest wo wir uns auf den kommenden Frühling, auf das Überfließen vorbereiten. Ein Fest wo wir Planen und geistige Vorarbeit und Vorbereitungen leisten für alles was kommen soll. Imbolc gilt es Vertrauen haben das noch für uns gesorgt wird und wir sicher sind bis es Zeit ist aus Ideen und Plänen Taten zu machen – diese Taten kommen im Frühling. Imbolc entspricht für mich aber der Mitwinternacht, da es mitten im Winter ist. Yule ist Winterbeginn und Ostara ist Frühlingsbeginn. So liegt Imbolc mitten im Winter. Der Winter symbolisiert den Tod, die Ruhe, den Kessel der Ewigkeit, die Urquelle, das Unsterbliche, den Bauch.Für mich kam da das Bild der Tarotkarte: “Der Stern” in meinen Sinn. Der Stern zeigt die Fülle und das Überfließen. Auf dem Bild schüttet jemand aus einem Krug in einen Fluss hinein und es scheint als würde immer mehr und mehr fließen. Eine Unendliche Quelle könnte man so meinen. Ein Trinkhorn das sich stets von neuem füllt. Solche Märchen gibt es ja. Und es steht davor aus dem Vollen zu schöpfen. Überfließender Reichtum. Zu Imbolc ein überfließender Ideenreichtum und eine Fülle an unendlichen Möglichkeiten.

Ich bin die Flamme. Ich bin das Feuer, die Inspiration. Es ist ein Fest der Ahnen. Jener Ahnen, die sich angesprochen fühlen und mitfeiern wollen. All jenen, die vor mir waren, denn wir bauen auf dem auf was vor uns war auf und wir ehren es so. Ich rufe die Ahnen herbei die uns unterstützen, fördern, und bestärken, ermutigen und heilen wollen. Ahnen, die mit uns zusammen ihr Wissen und ihre Weisheit teilen wollen. Die uns zur Seite stehen wollen. Die mit uns geistig, spirituell, gefühlsmäßig, seelisch verbunden sind. Seelenverwandte. Meine Ahnen. Die frei fliegen. Und ich verbinde mich mit jenen die vor uns waren. Und mit all jenen die noch kommen werden. Mit jenen die hier sind und all dem was noch auf uns wartet. Die Sorgen übergeben wir dem Kessel der Mutter. Die Antwort wird das Universum geben. Und aus dem Quell der Unendlichkeit schöpfen wir was wir brauchen. Die Urquelle ist unendlich und sie füllt sich immer wieder auf. Gebt hinein was ihr nicht mehr braucht. Alle eure Sorgen und Ängste, und schöpft vertrauen aus ihr. Es wird zeit alles zu sein was wir sein können. Frei zu sein. Alles im Gedankenspiel und Windeseile auszuprobieren und zu planen und vorzubereiten was wir erschaffen und schaffen wollen in diesem Jahr. Was noch auf uns warten soll. Was wir noch erleben wollen. Was wir noch erfahren wollen. Was wir uns wünschen und erträumen. Wonach wir uns sehnen.

Für meinen Chant fand ich eine Anregung in den Werken von Serge Kahili King (Der Stadt-Schamane oder auch Schamanische Kräfte und Sinne): Sei frei, sei heil, sei sicher, sei geborgen, sei geliebt, sei kreativ.

Was ich schaffe darüber freue ich mich und was nicht das soll nicht sein, das muss nicht sein. Das geht wieder in den kessel und wer andere kann es machen.

Wir haben uns alle verkleidet wie es sich zu Fasching gehört. Ich war die Närrin. Und mein Sohn das Skelett und verkörperte die Ahnen: er sang mit mir spontan und ganz freiwillig mit und so kam es dazu, dass zu Imbolc ein Skelett “Sei geborgen” gesungen hat sowie “sei geboren”. Was ich symbolisch sehr schön finde.Ich habe jeden dazu gebeten zuerst Göttin und Gott also dem Kessel was als Dank zu schenken (eine Geste, einen Laut, eine Idee, was immer er möchte) und dann einander. Und mit Freude habe ich gesehen dass jeder sich umarmt hat und die Umarmungen reihum gingen und am Ende jeder von jemand anderen empfangen und dies weitergegeben hat. Dieses Element im Ritual hat mir besonders gut gefallen. Das war spontan und voller Liebe. Und so konnte man auch gut den Kreislauf erkennen, man gibt jemanden und bekommt von ganz woanders etwas zurück. Geben und Nehmen findet in viel größeren und weitreichenderen Dimensionen statt als uns bewusst ist.

Ich habe auch gekocht, weil für mich das Ritual auch ein Erlebnis von allen Sinnen ist. Gerüche, Geschmäcker, Geräusche, Berührungen, Bewegungen, Sprache, Gedanken, ganz einfach ein Komplettpaket. Genau so soll es sein. Alle haben genug und reichlich und wir teilen alle und unterstützen uns alle. Und sind füreinander da. Auch die Ahnen, die uns wirklich helfen wollen. Dort wo wir gefördert, ermutigt und bestärkt werden. Das ist es was die Rituale ausmacht. Das bewegt und verändert was auch in uns und das spricht auch unsere Seelen und unser Kinder- und Künstler-selbst an.Schmetterlinge ziehen sich durch meine Rituale. Sie sind Symbole für Leichtigkeit, Verwandlung und Unsterblichkeit. Sie sind leicht und elegant und filigran. Sie verkörpern buntes und lebendiges und leichtes. Freudvolles tanzen. Freudvolles durchs Leben fliegen und tanzen.

Es macht Spaß sich zu verkleiden und komische, verrückte Ideen zu verwirklichen. Danke!

Wintersonnenwende

Der Winter beginnt! Sei mir Willkommen Winter!

Kommt all ihr Schneeflocken! Kommt und bedeckt die Erde! Kommt und reflektiert das noch schwache aber ab jetzt stetig wachsende Licht! Mehrt das schwache Licht mit eurem weißen Glanz! Verstärkt die noch schwachen Impulse zu einem Lichtermeer der Hoffnung. Kommt all ihr wunderbaren Schneeflocken und tanzt durch die winterlichen Landschaften! Wir rücken zusammen und schenken uns gegenseitig Geborgenheit und Fürsorge. Jetzt kommen wir endlich zu Ruhe. Beglückt mit innerem Frieden gönnen wir uns die Pausen, die wir brauchen. Alles wird langsamer, besinnlicher, friedlicher, leiser.

Wintersonnenwende ist der Anfang des Winters und des Bewusstseins. Über dem Winter reift das Bewusstsein heran unter der Obhut und Fürsorge der Gottheit. Es nimmt gedankliche Gestalt/Form an (Höhepunkt zu Imbolc) und zu Frühlingsbeginn manifestiert es sich, wird zur Gänze geboren.

Wintersonnenwende ist eine bewusste Entscheidung zum (Weiter-) Leben. Jetzt kann man ausruhen und sich erholen, weil man inneren Frieden gefunden hat.

Bei der Wintersonnenwende geht es auch darum Freude zu bereiten. Die Schwere des Herbstes soll gewandelt werden in Leichtigkeit. Um bei Menschen wieder Lebensmut und Lebenswillen zu entfachen schenken wir einander Freude. Die kleinen Gaben sollen also wieder neue Lebenslust und Lebensfreude entfachen. Das Weiterleben soll mit dem kindlichen Staunen angeregt werden und mit dem Versprechen sich jetzt von den Strapazen erholen zu können. Es geht darum dem Leben einen (neuen/alten) SINN zu geben.